Suche

Studien und Umfragen

Nicht behaupten - belegen!

Viele denken, sie wüssten, was junge Ärztinnen und Ärzte meinen. Wir meinen, dass diese selber am besten wissen, was sie denken. Deshalb fragen wir sie, wenn wir etwas wissen wollen. Denn ihre Antworten sind der beste Kompass für unsere Arbeit.

Mitgliederbefragungen

2020

Aller guten Dinge sind leider nicht immer drei. «Bester» Beweis dafür ist unsere dritte Studie zur Arbeitssituation der Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte. Diese hat vom 21. Januar bis 2. März stattgefunden und zeigt: Die meisten der bereits früher festgestellten Missstände dauern an.

Gemäss Auswertung durch das Institut DemoSCOPE verstossen die Arbeitszeiten bei 62 Prozent von fast 3000 Teilnehmenden noch immer gegen das Gesetz. Jede zweite Person steht im Wochenschnitt länger als die rechtlich zulässigen 50 Stunden im Dienst. Hochgerechnet auf ein Vollzeitpensum sind es im Mittel nach wie vor gegen 56 Stunden. 69 Prozent arbeiten zudem länger als vereinbart. Es werden jedoch gar nicht alle geleisteten Stunden erfasst.

Die Erhebung zeigt zudem, dass eine klare Mehrheit der vsao-Mitglieder weniger arbeiten will. Eine Gruppe von Assistenzärztinnen und
-ärzten hat in diesem Zusammenhang eine Umfrage für eine 42-Stunden-Woche lanciert, die ein grosses Echo fand. Der Zentralvorstand will die Idee weiterzuverfolgen. Im Oktober findet deshalb eine Mitgliederbefragung statt, um die Idee eines nationalen Gesamtarbeitsvertrags (GAV) zu prüfen.

2017

Anfang 2017 haben wir unsere Mitglieder erneut (nach 2014, siehe unten) zu ihren Arbeitszeiten befragt. Die repräsentative Erhebung wurde vom Institut DemoSCOPE durchgeführt. Aus den fast 3300 ausgewerteten Antworten geht hervor, dass 52 Prozent der teilnehmenden Personen die nach Arbeitsgesetz zulässige Höchstarbeitszeit von 50 Stunden nicht einhalten. Sie sind bei einem Vollzeitpensum im Schnitt fast 56 Stunden pro Woche im Dienst. Das Arbeitsgesetz wird in den Spitälern folglich weiterhin regelmässig missachtet.

Zudem beurteilen die Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte ihr persönliches Befinden schlechter als drei Jahre zuvor. Mit direkten Auswirkungen auf die Patientensicherheit: Die Hälfte der Befragten berichtet von Situationen, in denen Patientinnen und Patienten durch übermüdete Ärztinnen und Ärzten gefährdet waren. 2014 lag dieser Anteil erst bei 38 Prozent.

2014

Die im Januar/Februar 2014 erstmals durchgeführte, repräsentative Untersuchung bei unseren Mitgliedern zeigt: Bei knapp 70 Prozent ist das Arbeitsgesetz toter Buchstabe – es wird nicht eingehalten!

Das unabhängige Befragungsinstitut DemoSCOPE kommt bei seiner Studie zu weiteren erschreckenden Resultaten. So verbucht ein Viertel der Befragten sogar mehr als 60 Arbeitsstunden pro Woche. Diese hohe und zugleich illegale Arbeitsbelastung hat Auswirkungen auf die Gesundheit und gefährdet die Patientinnen und Patienten.

Berufsausstieg

2016

Wie viele Ärztinnen und Ärzte geben ihre Tätigkeit auf und weshalb?

Diesen Fragen sind wir zusammen mit der FMH in einer repräsentativen Studie nachgegangen. Dabei zeigte sich, dass rund 80 Ärzte pro Abschlussjahrgang aussteigen. Zu den Hauptgründen zählen das Arbeitspensum, die Arbeitszeiten sowie die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben.

Die Analyse schloss alle gut 22’000 Ärztinnen und Ärzte ein, die ihr Arztdiplom zwischen 1980 und 2009 in der Schweiz erworben hatten. Für den grössten Teil war der Ausstieg definitiv – nur gerade jede(r) Zehnte ging davon aus, eher oder sehr wahrscheinlich wieder in den Arztberuf zurückzukehren.

Feedback-Pool

Um was geht’s?

Für Sie als Mitglied ist sie zentral: die Weiterbildung. Deshalb fühlen wir unserer Basis mit Umfragen regelmässig den Puls dazu. Dank dieses Feedback-Pools können wir unsere Verbandsarbeit gezielt auf Ihre Anliegen ausrichten. Wollen Sie mitmachen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail.

2020

Weiterbildung in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat diesen Frühling vieles auf den Kopf gestellt – gerade in den Spitälern und Kliniken. Gehört die ärztliche Weiterbildung auch dazu? Die klare Antwort aus den Reihen unserer Mitglieder: ja! Denn sowohl während als auch nach der Hauptphase der Krise fiel das Angebot für die klare Mehrheit der Antwortenden ganz oder zum Teil aus. Und das sorgt für Ärger.

Ergebnisse

2019

Visitationen

Visitationen sind ein Instrument zur Beurteilung und Überprüfung der Weiterbildungsqualität in den Weiterbildungsstätten. Welche Erfahrungen und Erwartungen haben unsere Mitglieder in diesem Bereich? Wo gibt es Verbesserungspotenzial? Mit solch spannenden Fragen haben sich 65 Mitglieder des Feedback-Pools auseinandergesetzt.

Ergebnisse

Dauer der Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt

Ist die Dauer der Weiterbildung zu kurz, angemessen oder zu lang? Was ist dabei sinnvoll geregelt? Und was könnte man verbessern? Mit diesen und weiteren Themen haben sich 84 Mitglieder des Feedback-Pools auseinandergesetzt.

Ergebnisse

Weiterbildungskosten – wer bezahlt was?

Die ärztliche Weiterbildung dauert und kostet. Umso wichtiger ist die Frage, wer dafür aufkommt. Wir wollten es genauer wissen und haben nachgehakt. Von den 87 Umfrageteilnehmenden befindet sich rund die Hälfte noch mitten in ihrer Weiterbildung. 40 Prozent – der grösste Teil – haben sich für die Fachrichtung Allgemeine Innere Medizin entschieden.

Ergebnisse

2018

Chancengleichheit in der Weiterbildung

Ist Chancengleichheit in der Weiterbildung ein Thema? Die Mitglieder unseres Feedback-Pools geben eine klare Antwort: ja! Mehr als die Hälfte der 99 Teilnehmenden war bereits selber oder im Umfeld von einer Ungleichbehandlung betroffen.

Ergebnisse

2017

«Coach my Career»: die neue Laufbahnberatung

Zusammen mit den Partnern vsao, mfe, VLSS, swimsa und SIWF lanciert die FMH ein Laufbahncoaching. Das Angebot richtet sich an Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung. Es soll den Zeitraum vom letzten Studienjahr bis zur Oberarzttätigkeit abdecken. Was ist davon zu halten?

Ergebnisse

Familienfreundliche Massnahmen

2013

Lohnen sich familienfreundliche Massnahmen für Spitäler? Ja! Dies belegt eine von uns in Auftrag gegebene Studie der Firma Prognos AG, welche die betriebswirtschaftlichen Effekte einer familienbewussten Personalpolitik untersucht hat.