Die Spitalrose 2025 des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärzt:innen (vsao) geht an das Universitätsspital Genf (HUG). Das Spital wird für seine ausserordentliche Flexibilität in der SIWF-Titelkrise ausgezeichnet. Als viele Ärzt:innen monatelang auf ihren Titel warten mussten, zeigte sich das HUG offen für Lösungen, die den Schaden für das Spital wie für die betroffenen Ärzt:innen begrenzten. Die wartenden Ärzt:innen hatten damit nicht erst nach der Titelerteilung das Anrecht auf die Vorteile einer Oberarztstelle, sondern bereits ab dem ersten Tag der Einreichung des Titelgesuchs beim SIWF. (Bild: HUG – Jonathan Imhof)
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Kategorie-Archiv: Politik
Für mehr Nachhaltigkeit in der medizinischen Ausbildung
Die Gesundheit unserer Patien:innen ist bereits jetzt direkt von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen, in Zukunft wird dies noch viel mehr der Fall sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass angehende Mediziner:innen eine angemessene Ausbildung dazu erhalten. Die Integration von Planetary Health in die medizinische Lehre hat in der Schweiz in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht, und dennoch bleibt noch viel zu tun. Insbesondere im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz stark hinterher. Das zeigen die Resultate der Planetary Health Report Card – eine standardisierte, von Studierenden und Fakultätsmitgliedern durchgeführte jährliche Evaluation. (Bild: PHRC)
Sexuelle Belästigung, Diskriminierung und Mobbing jetzt laut FMH Standesordnung verboten
Die FMH hat an der Ärztekammer vom 4. Juni 2026 sexuelle Belästigung, Diskriminierung und Mobbing auf Antrag des vsao einstimmig in der Standesordnung verankert. Die Standesordnung ist für alle FMH-Mitglieder verbindlich und definiert die berufsethischen Grundsätze des Arztberufs. Die Verankerung wirkt doppelt: präventiv, weil die explizite Norm unmissverständlich macht, dass solches Verhalten nicht toleriert wird, und repressiv, weil Verstösse zu standesrechtlichen Verfahren und Sanktionen führen können. Betroffene können künftig neben innerbetrieblichen, zivil- und strafrechtlichen Wegen auch ausdrücklich auf standesrechtliche Instrumente zurückgreifen.