Die Karte der Sollarbeitszeiten ist in den letzten Monaten gewachsen. Neu sind 104 Institutionen auf der Karte vertreten und so lässt sich für fast alle grossen Schweizer Spitäler nachschauen, welche vertraglich übliche wöchentliche Sollarbeitszeit gilt. Die auf der Karte dargestellten Sollarbeitszeiten decken somit etwa 90% aller Assistenzarztstellen in der Schweiz ab. Erstmals ist es für Medizinstudierende, Assistenz- und Oberärzt:innen sehr einfach in Erfahrung zu bringen, welche Sollarbeitszeiten wo gelten. Bereits ein schneller Blick auf die Karte zeigt, dass der Weg zur flächendeckenden 42+4-Stunden-Woche noch weit ist. Der vsao bleibt weiter dran, damit weitere Kliniken und Spitäler die Arbeitszeit reduzieren.
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Kategorie-Archiv: Arbeitsbedingungen
Eine Selbstverständlichkeit: strukturierte Weiterbildung in 42+4
Mit der 42+4-Stunden-Woche wird auch die strukturierte Weiterbildung gestärkt. Prof. Dr. med. Reto Schüpbach, Institutsdirektor am Institut für Intensivmedizin (IFI) am USZ, bezeichnet diese dort als «Selbstverständlichkeit». Den Ärzt:innen wird die Zeit, um an der Weiterbildung teilzunehmen, freigehalten und so kann diese effektiv besucht werden. Mit einer klaren Platzierung im Dienstplan wird diese gestärkt und die Attraktivität für Assistenzärzt:innen erhöht. Auf dem Weg zum Facharzttitel ist diese Weiterbildung ein sehr wichtiger Bestandteil, welcher schlussendlich auch den Patient:innen zugute kommt.
Neue Studie: 31% der Ärzt:innen von sexueller Belästigung betroffen
Knapp ein Drittel des ärztlichen Personals in der Schweiz hat schon einmal sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt, oft sogar mehrfach. Dabei ist der Anteil der Ärztinnen, die solche Erfahrungen machen, dreimal so hoch wie der ihrer männlichen Kollegen. Gemeldet wird ein Grossteil der Fälle jedoch nicht – und wenn doch, hat die Meldung in einem von drei Fällen keinerlei Massnahmen zur Folge. Dies und mehr zeigt eine neue Studie der Universität Lausanne mit über 1800 Teilnehmenden, die im Herbst 2025 in Zusammenarbeit mit dem vsao durchgeführt wurde. Die detaillierten Ergebnisse liegen nun in einem Artikel im vsao Journal vor. Sie sollen als Grundlage dienen, um Massnahmen zur Bekämpfung von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu entwickeln. Bild: lucky_xtian